Bremerhaven – Klimahaus 8° Ost

Wie versprochen kommt nun mein erster Bericht über Bremerhaven. An unserem Wochenende dort ließen wir uns von der Vielfalt der verschiedenen Wetterextreme im Klimahaus verzaubern. Zudem feiert das Klimahaus dieses Jahr seinen 10. Geburtstag! Wenn das nicht Grund genug für einen Besuch in diesem ganz besonderen Museum ist.

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Rückblick – Das Jahr 2017 in Worten

Dieses Jahr breche ich mit meiner Rückblicks-ABC-Tradition. Anstatt gegliedert in 24 Buchstaben, lest ihr heute meine Erlebnisse und Themen des Jahres 2017 aufgeteilt in zwölf Monate.

Beendet wird der Beitrag mit ein paar philosophischen Worten über das Jahr und das Leben. Haltet also gern bis zum Ende durch. Weiterlesen

Der Weg ist das Ziel, oder?

Als Bloggerin und Teil des World Wide Webs werde ich natürlich nie müde, eben dieses nach lehrreichen Lebensweisheiten und Zitaten zu durchstöbern. Zum einen, um meine nicht-digitalen Tagebucheinträge tiefsinniger zu gestalten und zum anderen, um mich hin und wieder inspirieren zu lassen. So passierte es auch heute, dass ich die Muse fand nach längerer Zeit wieder einen Text zu schreiben. Weiterlesen

Dichter und Denker

Die handeln und die dichten,
Das ist der Lebenslauf,
Der eine macht Geschichten,
Der andre schreibt sie auf.
Und der will beide richten;
So schreibt und treibt sichs fort,
Der Herr wird alles schlichten,
Verloren ist kein Wort.

Joseph von Eichendorff

Dieses Gedicht von Eichendorff habe ich heute zufälligerweise entdeckt, als ich auf der Suche nach einem passenden Zitat für mein neues Tagebuch war. Ich schreibe nämlich nicht nur online meine Gedanken auf, sondern führe immer noch ein Tagebuch – handschriftlich und nostalgisch.

Alle, die gern in alten Erinnerungen schwelgen, aber kein sonderlich gutes Gedächtnis haben, sollten ebenfalls damit anfangen. Es ist wirklich schön sich die alten Einträge in ein paar Jahren wieder durchzulesen.

Prinzipiell gibt es tausenderlei Zitate, Sprüche und Lebensweisheiten, die ich hätte nehmen können. Aber zu Eichendorff habe ich schon seit meiner eigenen Oberstufenzeit (und nicht erst seit dem diesjährigen Deutsch-Abitur) eine besondere Beziehung. Schließlich ist er Autor in einer der schönsten Epochen Deutschlands – der Romantik. Doch wie habe ich zwischen seinen Werken wie z.B. „Mondnacht“, „Aus dem Leben eines Taugenichts“ oder „Die zwei Gesellen“ gerade dieses Zitat gefunden? Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung! Es war wie oben bereits erwähnt blanker Zufall und doch stach es aus der Masse an Lebensweisheiten heraus, die sonst so im Internet kursieren.

Ich möchte auf den letzten Vers des Gedichts etwas näher eingehen: „Verloren ist kein Wort.“

Man könnte bei meinen ganzen Projekten (Blog, Tagebuch, Roman oder Journalistisches Schreiben in der Uni) leicht meinen, dass sicher keines meiner Worte verloren geht. Aber ganz ehrlich: Die besten Textstellen schießen mir in den unmöglichsten Momenten durch den Kopf und zwar genau dann, wenn ich kein Blattpapier bei der Hand habe um sie aufzuschreiben. Ist das nur bei mir so, oder geht es meinen ebenfalls schriftstellerischen Freunden und Bekannten ähnlich?

Mittlerweile habe ich schon eine kleine „Schreiber-Gemeinde“ zusammen. Ob eine vielversprechende Autorin aus dem Jugendbuch-Genre („Blaue Flügel„), eine erfolgreiche Slamerin aus der Oberpfalz („Unterwegs in meinem Leben„) oder einen Fußballbegeisterten Blogger und Hobbyjournalisten („Schwarz-Rot-Blog„), es gibt doch mehr Dichter und Denker in meinem Umkreis als ich erwartet hatte. Ohne jetzt Mitleid erregen zu wollen, muss ich doch sagen, dass es manchmal etwas ernüchternd ist, die einzige Germanistin in meinem näheren Freundeskreis zu sein. Viele haben sich für „rentablere“ Studiengänge entschieden, wie z.B. Maschinenbau, Medizin, Elektrotechnik, Jura, etc.

Aber wie das lyrische Ich in Eichendorffs Gedicht schon anmerkt: „Der eine macht Geschichten, der andere schreibt sie auf.“ So haben auch wir Geisteswissenschaftler eine Daseinsberechtigung! Wenn ihr Handelnden unsere Welt verändert, muss irgendjemand da sein, der es aufschreibt, egal ob als Journalist, Autor, Slamer oder Blogger.

In diesem Sinne, schreibt weiter und ich gebe weiterhin meinen Zimt dazu.

Eure Anna