BAWÜ-Teil 3: Aulendorf – klein, aber fein


Unser letzter Halt in Baden-Württemberg war das schöne Aulendorf. Es liegt in Sichtweite der Alpen, Ravensburg ist auch nicht weit weg und der Bodensee ist nur einen Steinwurf entfernt. Wie wir auf dieses schöne Fleckchen Erde aufmerksam geworden sind, erfahrt ihr heute.  Weiterlesen

BAWÜ-Teil 2: Große Herbstverkostung bei der Remstalkellerei


Nach einer eher unruhigen Nacht (siehe: Raclette-Wraps) ging es für Elli, Basti, meinen Freund und mich nach Beutelsbach zur Remstalkellerei. Dort war am 2. September die große Herbstverkostung. Weiterlesen

BAWÜ-Teil 1: Aufbruch zu den Schwaben


In meinem Reiseüberblick habe ich bereits geschrieben, dass wir dieses Jahr unbedingt ein paar Freunde in Baden-Württemberg besuchen wollten. Neben gebürtigen Schwaben besuchten wir auch eine ganz frischgebackene Schwäbin, die ich eigentlich aus einer ganz anderen Ecke der Welt kenne. Ich sag nur: Die Welt ist ein Dorf. Weiterlesen

Startschuss für unseren Urlaub 2017

Meine lieben treuen Leserinnen und Leser, liebe Neueinsteiger auf cinnamon2go,

nach gefühlt ewig vielen Prüfungen, Seminararbeiten, Referaten und vielem mehr, sind mein Freund und ich endlich wieder unterwegs. Für meine bessere Hälfte ist es der erste Urlaub nach über einem Jahr und für mich seit Amsterdam die erste Zeit mal wieder die Füße hochzulegen und sich für die letzte Seminararbeit im Sommersemester zu wappnen. Zeit also, dass es endlich mit unserer Reise losgeht und ich euch über unsere Ausflüge und Erlebnisse berichte. Weiterlesen

WIR BEIDE

Dieser, mein 100. Blogeintrag ist zwei Themen gewidmet: Meiner besten Freundin und der Brieffreundschaft.

Du und ich - wir beide

Herzen in der Nacht

Mir ist gestern etwas schockierendes aufgefallen. Ich musste meine beste Freundin nach ihrer kompletten Anschrift fragen.

Warum das jetzt so schlimm ist? Lest selbst!

Miri und ich lernten uns 2004 in einem Feriencamp des LernTeams kennen und verstanden uns von Anfang an super. Beide waren wir kleiner als die anderen, beide waren wir verrückt, beide waren wir sehr kreativ und beide hatten wir eine Schwäche für Impro-Theater. Man könnte wirklich sagen, dass Sie und ich uns gesucht und gefunden haben. Doch die beiden Feriencampwochen gingen auch irgendwann zuende und wir mussten Abschied nehmen.

Unsere Freundschaft bestand ab diesem Zeitpunkt größtenteils daraus uns ellenlange Briefe zu schreiben. Es war eine (heutzutage altmodisch gewordene) Brieffreundschaft. Anders konnten wir auch damals noch nicht in Kontakt bleiben, sie wohnte in Baden-Württemberg und ich in Bayern. Es gab noch keine Telefon- und Internetflat! Überhaupt liesen uns unsere Eltern eher spärlich an den PC und damals gab es auch noch keine Messenger und sozialen Netzwerke wie heute. (Klar, gab es etwas ähnliches, aber für zwei so junge Mädels wie uns war das undenkbar!)

Also schrieben wir und schrieben wir, nur eben analog…

Anfangs kam jede Woche ein Brief. Dann hatten wir eine Hochphase in der wir unsere Briefe losschickten, bevor die Antwort des anderen überhaupt angekommen war und irgendwann kam dann doch die Telefonflat in unsere Haushalte.

Aus dem regelmäßigen Schriftverkehr waren Telefonate geworden. Anstatt sich hinzusetzen und sich Worte in unserer guten (übrigens auch sehr schönen) deutschen Sprache zu überlegen, quatschten wir nun munter Abend für Abend drauf los. Wir redeten bis spät in die Nacht hinein. Wir begangen nebenher zu Essen, abzuspülen, zu lernen und vieles mehr. Unsere Konversation war nun eher quantitativ. Während wir in den Briefen auf eine ordentliche Sprache geachtet hatten und der Inhalt präzise war, schmückten wir nun jeden Satz unnötig aus. Es entstanden Gesprächspausen und einfach inhaltlose Small-Talk Stellen.

Klar war uns damals noch nicht bewusst, dass unsere Gespräche zunehmend an Qualität verloren hatten, aber in unserem jugendlichen Leichtsinn und unserer Unbefangenheit störten wir uns nicht weiter daran. Für den Moment war es gut und unserer Freundschaft tat es auch keinen Abbruch. So schritt die Zeit fort bis wir abends dank Lernerei nicht mehr so viel Zeit hatten, unsere Stundenpläne nicht mehr miteinander vereinbar waren und wir beide nacheinander umzogen. Die Zeitdauer der Telefonate wurde kleiner und kleiner bis sie irgendwann ganz versiegte. Auch der Briefverkehr, der ab und zu noch stattgefunden hatte, löste sich auf und es war…

STILLE

So eine Stille war noch nie vorgekommen. Doch im nachhinein, viele Jahre später, weiß ich auch den waren Grund für unser verstummen, doch das soll nicht Inhalt dieses Eintrags sein.

Nachdem sich die Wogen geglättet hatten und ich sie wieder erreichen konnte, wurde unser Kontakt wieder stärker. Auch dank Internet (mit dem wir mittlerweile sehr gut vertraut waren) konnten wir nun auch digital miteinander kommunizieren. Doch von einer qualitativen Aufwertung konnte auch hier noch nicht die Rede sein.

Erst während meines Auslandaufenthaltes kehrten wir zum guten, alten geschrieben Wort zurück. Aus zeitlichen Gründen (die chinesische Post ist sehr langsam) entschieden wir uns für E-Mails. Aber nicht irgendwelchen Mails, sondern Mails mit Anhang. Das, was wir früher auf 10 handgeschriebene Seiten gepresst hatten, tippten wir nun eifrig auf fünf Seiten in ein Word-Dokument und lernten uns wieder auf eine ganz besondere, viel persönlichere Art kennen.

Vielleicht waren diese Mails unsere moderne Antwort auf die gute alte Brieffreundschaft.

Und nun will ich auf den Anfang zurückzukommen. Warum ich so schockiert war ihre Anschrift nicht komplett auswendig zu wissen, lag einfach daran, dass wir uns früher einfach so irrsinnig viel an Post geschickt hatten. Sowas kann man doch nicht vergessen, oder?

Naja, genauso wie Miri sich immer noch nicht meine Telefonnummer merken kann, so wenig kann ich mir ihre Hausnummer merken. Zahlen waren noch nie unsere Stärke! 😉

Ich für meinen Teil finde es schade, dass es kaum noch Brieffreundschaften in den jüngeren Generationen gibt. In der vorweihnachtlichen Zeit würde ich mich persönlich mehr über eine nette Weihnachtskarte als über Rechnungen in meinem Briefkasten freuen!

Vor einigen Monaten hatten Miri und ich die Idee einen Roman über Brieffreundschaft zu schreiben, um vielleicht einen Hype auszulösen… ob es klappt, wissen wir nicht. Allerdings hatten WIR BEIDE schon immer interessante Buch-Projekte. Mal schaun wie es damit weitergeht…

Soundtrack zum Text: WIR BEIDE (Juli)