Meine letzten Tage in Shanghai

In meinem vierten und letzten Nachtrag zu Shanghai, fasse ich die vier angekündigten Einträge in einem einzigen Eintrag zusammen. Ihr dürft euch nun also auf meinen Nachbericht über meine letzten drei Tage in Shanghai freuen, über meinen Besuch mit Nunu im Yu Garden, meinem Abendessen bei Maria und meinem Flug zurück nach Hause. Weiterlesen

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Sheshan, der einzige Berg Shanghais

Rachel und ihr 1-jähriger Sohn

Rachel und ihr Sohn – eine süße Familie!

Gerade mal 16 Monate alt und schon richtig gut zu Fuß, der kleine Lele hat sich seit dem letzten Jahr sehr verändert. In meinem Blogeintrag vom September 2013 Veränderungen, Begegnungen und Shopping gibt es ein Bild von uns, auf dem er aussieht wie ein kleines Michelin-Männchen.  Als ich mich am Sonntag mit Rachels Familie traf, war ich wirklich überrascht, wie schnell und unermüdlich er mit unseren Schritten mitgehalten hat. Wir sind nämlich auf den einzigen Berg Shanghais gestiegen, den Sheshan.

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Faszination Shanghai?!

Am Samstag stellte ich mir die Frage, was so faszinierend an Shanghai ist? Wenn man eingequetscht in der U-Bahn zwischen schwitzenden Chinesen steht und man eigentlich nur den Wunsch hat sich hinzusetzen, ist da nicht viel von Faszination zu spüren, sondern vielmehr Abneigung. An besagtem Samstag ging ich dieser Frage jedoch auf den Grund und machte XXL BROWSING durch Shanghai! Weiterlesen

Meine sanfte „Entführung“

In Anlehnung an den Roman „Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers“ von Christian Ritter (ein Bamberger Poetry Slamer) handelt dieser Eintrag von meiner sanften „Entführung“. Meine Schneiderin Judy hat mich gestern am Mid Autumn Festival mit ihrem Roller auf eine nächtliche Tour mitgenommen. Weiterlesen

Shanghai TAG und Nacht (2)

Am Wochenende werden nicht nur die Nächte genutzt, sondern auch tagsüber kann man sehr viel in Shanghai unternehmen. Da wir einige Shanghai-Frischlinge in der Firma haben und ich mich gerne als Reiseführerin zur Verfügung stelle, hatten wir vorletzten Samstag (07.09.) viel Programm zu bewältigen. Los ging es im Longhua Tempel. Weiterlesen

Veränderungen, Begegnungen und Shopping

Meine erste Woche ist rum und mir ist noch stärker bewusst geworden, wie schnell sich hier alles ändert. In unserer Firma sind sehr, sehr viele Deutsche. Letztes Jahr, waren wir nur eine Handvoll und jetzt kommen wöchentlich drei neue hinzu.

Auch meine Wohnsituation hat sich geändert. Am Donnerstag ist Ran (chinesische Mitbewohnerin) zurück nach Deutschland geflogen, um ihre Master-Arbeit zu beenden, und am Samstag ist Regina (neue deutsche Mitbewohnerin) eingezogen. Regina schreibt in Shanghai ihre Bachelor-Arbeit fertig und ist Praktikantin für dieselbe Firma, für die auch ich arbeite.

Auch in der Firma hat sich viel getan. Das komplette Büro ist umstrukturiert worden und für die Techniker gab es sogar einen Anbau. Außerdem hat man jetzt vom Büro aus einen tollen Blick auf einen kleinen See mit Entenhaus und Steg.

Mein Arbeitsplatz hat sich jetzt hin zu Human Resource, Service und Marketing verlagert und ich habe drei nette Projekte zu bewältigen, die viel Kreativität erfordern, aber auch sehr interessant sind. Mal sehen, wie schnell und erfolgreich sie umgesetzt werden können.

Was sich immer noch kaum gebessert hat, sind die Internet und Firewall Verhältnisse, aber damit muss ich dieses Mal leben. Wenigstens funktioniert mein iPhone hier und das ist äußerst praktisch. Früher habe ich mich dumm und dämlich gesucht, um eine bestimmte Straße zu finden, und heute befrage ich einfach google-maps.

Dank der vielen deutschen Kollegen ist abends immer wieder etwas anderes geplant. Montag waren wir Nudelsuppe essen. Dienstag hatte ich Ruhetag und Massage. Mittwoch standen Zapatas und Friseur auf den Plan. Donnerstag gingen Regina und ich indisch essen, mit Mango-Lassi und allem drum und dran. Leider war es Regina viel zu scharf, aber ich fand es einfach nur super lecker! Als ich nach dem Essen nach Hause kam, war Ran schon auf dem Weg zurück nach Deutschland.

Freitag hatten wir beim Taiyro für Teppanyaki reserviert und danach sind wir noch auf einen Cocktail in den People’s Park ins Babarossa (orientalisch angehauchte Bar – allgemein eine wunderschöne Location!).

Samstag bin ich dann von unserer Raumpflegerin aufgeweckt worden. Da ich mein mitgebrachtes Brot von Deutschland für die Arbeitstage aufsparen wollte, habe ich mir einen kleinen Dumpling-Straßenladen gesucht und auch gefunden. Es war wie immer köstlich und sehr günstig.

Chinesisches Frühstück

Chinesisches Frühstück

 

Gegen 11 Uhr kam schließlich Regina und zog in das Apartment ein. Am frühen Nachmittag fuhren wir dann mit Helmut (ein weiterer deutscher Kollege, der seit 30 Jahren in Asien ist) mit dem Auto zum Brillengeschäft, danach ins Künstlerviertel und anschließend nach Pudong, um auf den Flaschenöffner hinaufzufahren und in der Hyatt Bar einen kleinen Drink zu uns zu nehmen. Die Aussicht war einfach atemberaubend! Vor allem da das Wetter im Moment einfach traumhaft ist. Heiße Temperaturen, aber nicht mehr zuuuu heiß und ab und zu blauen Himmel. Am Samstag hatten wir sogar Sonnenuntergang.

Die drei höchsten Türme der Stadt

Die drei höchsten Türme der Stadt

Tolle Aussicht von der Hyatt Bar

Tolle Aussicht von der Hyatt Bar

Shanghai bei Nacht

Shanghai bei Nacht

Nachdem die Sonne dann endgültig untergegangen war und die Stadt wieder in allen Farben zu blinken und leuchten begann, sind wir zurück Richtung Hongmei Lu und ins Wine Dow. Dort gibt es immer ein Weinangebot (all you can drink) für einen guten Preis.

Unser nächster Anlaufpunk war das Sunset (eine Bar neben dem Wine Dow mit Live Music). Regina und Helmut gaben auf der Tanzfläche alles und bald tanzte der halbe Club mit. Ich für meinen Teil ging schon um 1Uhr nachhause, da die Woche einfach zu anstrengend war und ich dringend ein bisschen schlaf nachholen musste. Für meine Kollegen ging es jedoch noch ins Mint und sie kamen alle erst sehr spät bzw. erst am nächsten Morgen wieder in ihre Wohnungen und Hotelzimmer. Aber so ist Shanghai nun mal, die Party geht immer weiter!

Auf Sonntag freute ich mich schon die ganze Woche. Sonntagmorgen ist immer frühstücken bei Bastiaan’s angesagt. Zur Feier meiner Rückkehr nach Shanghai bestellte ich mir gleich mal traditionell das „Bauernfrühstück“.

Frühstück

Es war wieder echt lecker und sehr reichlich. Danach schaute ich bei Judy (meiner Schneiderin) im Copy Markt vorbei. Leider waren meine Blusen noch nicht geliefert, deswegen musste ich mir eine Tasche kaufen und zur Maniküre gehen, um die Zeit zu überbrücken. Das viel mir wirklich schwer! *ironie ende*

Abends war ich bei Rachel zum Abendessen eingeladen. Während ihre Mutter für uns kochte, durfte ich mit ihrem Baby spielen. Der Kleine ist erst vier Monate alt und echt süß, auch wenn er etwas dick ist.

Gruppenbild Rachel

Während dem Essen und nach dem Essen erklärte ich dann so in Grundzügen das deutsche Rechts-, Versicherungs- und Schulsystem. Auch wenn vieles auch mit Händen und Füßen erklärt werden musste, glaube ich, dass sie es generell verstanden haben. Während der Heimat wurde ich dann von Jensen, Rachels Mann, über die Verkehrsregeln in Shanghai aufgeklärt.

Für alle, die schon mal in Shanghai waren: Ja, es gibt hier Verkehrsregeln, auch wenn man es nicht für möglich hält!

Heute konnte ich endlich meine Brillen vom Brillengeschäft abholen und habe seitdem wieder einen tadellosen Blick in die Ferne. Danach sind Regina und ich wieder in den Copy Markt um den Rest von der Schneiderin zu holen und ein paar Taschen für Regina zu finden. Wir haben gehandelt wie die Weltmeister und für sie eine tolle lederne Handtasche abstauben können.

Anschließend sind wir noch ins Blue Frog zum Burger essen. Ich bin zwar immer noch nicht so scharf auf Burger, allerdings waren alle anderen deutschen Kollegen dort und es gab zwei Burger zum Preis von einem. Dieses Angebot sollte man also wahr nehmen.

Soviel also zu meiner erneuten ersten Woche in Shanghai. Ich habe wieder viel gemacht, was auch schon letztes Jahr fester Bestandteil meines Shanghai Aufenthalts war, aber dennoch habe ich vor allem von Helmut viel neues erfahren.

Ich glaube, dass eine Stadt die sich so schnell wandelt, niemals langweilig wird.

Für diese bzw. nächste Woche sind unteranderem der in Shanghai ansässige Zirkus „Era“ geplant, ein Ausflug in den Yu Garden und noch einmal in aller Ruhe ins Künstlerviertel.

Liebe Grüße, eure Anna