Irland – Kinsale und seine Umgebung

Mit längerer Pause als gewohnt, geht es nun endlich mit meiner Irland-Reihe weiter. Warum ich im Januar nicht zum Schreiben gekommen bin, erfahrt ihr eventuell in einem späteren Beitrag. Jetzt dürft ihr euch erst einmal wieder auf wunderbare Inspirationen aus Irland freuen, unter anderem einen Wasserfall-Spaziergang. Dieses Mal entführe ich euch nämlich nach Kinsale und zum Wild Atlantic Way. Viel Vergnügen!

Zwischenstopp in Midleton

Bevor wir Kinsale erreichten, hielten meine Mama und ich auf unserer Irlandreise in Midleton an. Dort befindet sich die Jameson Distillery, die ursprünglich aus Dublin stammt und leckeren irischen Whiskey brennt.

Wir kamen bei unserer Tour ebenfalls in den Genuss des Jameson Whiskeys, erfuhren einiges über die Whiskey-Herstellung und erschmeckten, warum irischer Whiskey im Vergleich zu schottischem und amerikanischen Whiskey der Beste ist.

Wenn ihr mal in der Gegend seid, schaut auch als Nicht-Whiskey-Trinker bei der Brennerei vorbei. 😉

Das Küstenstädchen Kinsale

Schließlich erreichten wir am siebten Tag unserer Reise die vorletzte Unterkunft in unserem Irland-Urlaub – The Old Dispensary in Kinsale. Leider war es dieses Mal kein Bed & Breakfast, sondern ein Gästehaus. Im Gegensatz zu herzlichen Gastgebern, erwartete uns nur eine Willkommens-E-Mail mit einer Handynummer. Das Zimmer war recht gemütlich, dafür im gefühlt 10. Stock. Auch mussten wir uns dieses Mal selbst mit Frühstück versorgen. Glücklicherweise war das Poet’s Corner gleich um die Ecke.

Kinsale an sich ist ein kleines Küstenstädtchen. Es ist bekannt für seine farbenfrohen Häuser, zahlreiche hochklassige und hochpreisige Restaurants und für den Wild Atlatic Way, der dort beginnt bzw. endet.

„Must do“ in Kinsale

Wie so ziemlich alle Touristen in Kinsale machten wir abends die Kinsale Ghost Tour mit und ließen uns von Brian O’Neill und seinem Partner unterhalten. Die beiden sind sehr amüsant und verstehen es geschichtliches Wissen mit humorvollen Show-Einlagen zu vermitteln. Diese nächtliche Stadt-Tour ist so gut, dass sie für mich zu den „Müsst ihr unbedingt machen-Aktivitäten“ in Kinsale zählt. Im Sommer startet die Tour um 21 Uhr an der Tap Tavern und dauert ungefähr 1 1/4 Stunden. Für Erwachsene kostet die Tour 10€, für Kinder 5€.

Sightseeing und Essen in Kinsale

Neben der Geister-Tour ist der sogenannte Scilly Walk von Kinsale zum Charles Fort eine weitere Aktivität, die man in der kleinen Küstenstadt unternehmen kann. Uns war die Strecke von 6 km jedoch etwas zu lang, weshalb wir das Charles Fort nicht besichtigten und vorher abkürzten. Dafür genossen wir die kulinarischen Köstlichkeiten der Restaurants in vollen Zügen. Kinsale gilt nicht umsonst als Gourmet-Haupstadt Irlands!

Eine Restaurant-Empfehlung will ich euch an dieser Stelle ungern aussprechen, denn dafür konnten wir zu wenig testen und gut waren alle. Die Bilder zeigen beispielsweise unser echt leckeres Menü im Fishy Fishy. Nur in Bezug auf Kaffee habe ich einen Tipp! Uns hat The Old Bank House sehr überzeugt. Das angrenzende Café des Hotels hat vorzüglichen Cappuccino und leckeres Gebäck.

Rund um Kinsale

Garnish Island

Das wahre Highlight unseres Halts in Kinsale war nicht das Städtchen selbst, sondern das gute 1,5 Stunden entfernte Garnish Island. Diese kleine Insel erkundeten wir im Rahmen einer Tagestour entlang des Wild Atlantic Way.

Garnish Island (oder auch Garinish) hat eine lange Geschichte, von der auch der Martello Turm (um 1805) am höchsten Punkt der Insel zeugt oder auch das Bryce House im Zentrum, für das zu festen Uhrzeiten Führungen angeboten werden. Klickt euch gerne durch die Galerie!

Wir fühlten uns auf der kleinen Insel fast wie in Italien. Schön ist auch der Weg zur Insel. Von den kleinen Fähren aus kann man während der Fahrt Robben bewundern, wie sie sich die Sonne auf den Bauch und Rücken scheinen lassen. Für mich war die kleine Insel mit all seinen Blumen und tollen Aussichten ein wahrer Augenschmaus.

Mit einem Preis von 5€ Eintritt für Erwachsene ist die Insel vergleichsweise günstig, dafür ist der Preis für die Fähre sehr hoch! Soweit ich mich erinnere, haben wir über 10€ pro Person für die Fähre gezahlt.

Glengarriff Naturschutzgebiet

Ein weiteres Highlight rund um Kinsale war das Glengarriff Naturschutzgebiet, das nur wenige Minuten von Garnish Island entfernt liegt. Der Naturpark war unser zweiter Stopp bei unserem Tagesausflug am Wild Atlantic Way. Durch Zufall war ich bei meinen Recherchen darauf gestoßen und hatte erfahren, dass es einige schöne Spaziergänge in diesem Gebiet gibt.

Trotz fortgeschrittener Zeit und schmerzenden Füßen folgte meine Mama meinem Vorschlag und wir schauten uns den Wasserfall- und Fluss-Spaziergang an. Die Strecke von 2 km war auch mehr als überschaubar und wenn ich mir die Bilder anschaue, hätten wir uns im Nachhinein geärgert, wenn wir es nicht gemacht hätten.

Das Naturschutzgebiet ist wie ein grüner Schwamm, aus dem aus allen Ecken und Enden Wasser tropft. Ich für meinen Teil erlebte dort am stärksten die Magie der grünen Insel. Und außerdem: Ich liebe Wasserfälle! ❤

Fazit zu Kinsale

Kinsale selbst war für meinen Geschmack etwas zu touristisch. Wir wählten es jedoch aufgrund der zentralen Lage zwischen Garnish Island und unseren kommenden Zielen auf dem Rückweg nach Dublin. Ich würde in Irland außerdem nie wieder in ein Gästehaus gehen, wenn es als Alternative ein Bed & Breakfast gibt. Hier hatten wir eine Fehlentscheidung bei den Planungen getroffen. Dafür wog das Essen und unser Tagesausflug nach Garnish Island und zum Glengarriff Naturschutzgebiet die Unterkunft wieder auf.

Hinweis zum Wild Atlantic Way

Wir fuhren zwar nur wenige Kilometer auf dem Wild Atlantic Way, allerdings waren es sehr stressige Kilometer. Unser Navi/Google Maps spielte auf der Strecke völlig verrückt und die wirren Straßenschilder halfen auch nicht weiter. Stellenweise wurden die Straßen so schmal, dass unser kleiner Ford kaum durchpasste. Teilweise hatten wir Angst, dass wir gleich über ein Klippe fahren würden. Oft brauchten wir doppelt solange für eine Strecke wie gedacht. Kurzum: Die fantastische Aussicht entschädigte nur rudimentär für die halsbrecherischen Wendemanöver, die ich fahren musste.

Wenn ihr also wie wir unbedingt dem Wild Atlantic Way folgen wollt, dann bereitet euch vor und schaut die Strecke genau an oder nehmt die angenehmere Strecke weiter abseits der wilden Küstenstraße.

Ausblick auf Teil 4 der Irland-Reihe

Ich hoffe, dass ich den 4. Teil der Irland-Reihe über Cahir Castle, den Rock of Cashel und Dublin schneller schreibe als Teil 3. Der Januar war ein aufregender Monat für mich, der wie im Jahresrückblicks ABC ankündigt voller Veränderungen war. Auch dazu folgt hoffentlich beizeiten ein Beitrag.

Bis dahin zimtige Grüße
Anna

Ein Gedanke zu „Irland – Kinsale und seine Umgebung

  1. Pingback: Irland – Urlaub auf der grünen Insel | cinnamon2go

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