Ausflug ins Grüne – Villa Hanbury

Was wäre einer unserer Italien-Urlaube ohne den Besuch eines botanischen Gartens? Richtig, unvollständig! Deswegen kommt nun – wie versprochen – der Beitrag zum Giardini Botanici Hanbury, einem botanischem Garten in der Nähe von Ventimiglia, der schon lange auf meiner To Do-Liste steht!

Das Leid mit dem wechselhaftem Wetter

Leider hatten wir dieses Jahr wirklich Pech mit dem Wetter rund um Sanremo. Zwar schien zwischendurch immer wieder die Sonne, aber es wehte auch ein wirklich kalter Wind. Hinzukam plötzlicher Regen, der nicht immer mit Besuchen in Museen (wie in Turin) überbrückt werden konnte.

Auch unser Ausflug nach Ventimiglia in den botanischen Garten der Villa Hanbury war nicht so sommerlich wie es auf den nachfolgenden Bildern erscheint. Naiv wie wir waren, ließen wir unsere Jacken im Wagen zurück. Doch die Sonne hatte uns getäuscht, denn der kalte Wind der vorherigen Tage war uns auch zum Kap Mortola gefolgt. Anfang Mai wird deswegen nicht zu meiner Lieblingsreisezeit in diese Region.

Unser Weg durch den Garten der Villa Hanbury

Abgesehen vom Wetter war der Giardini Botanici Hanbury wirklich schön und wieder ganz anders als die Gärten Jardin Serre de la Madone (Menton) und Villa Ephrussi de Rothschild (Saint-Jean-Cap-Ferrat).

Ich würde fast sagen, dass den Garten ein geordnetes Chaos auszeichnet. So wohnt der Anlage der Glanz der alten Tage inne als Thomas Hanbury und seine Nachfahren dort lebten, aber auch der Charme von natürlicher Wildheit ist spürbar. Die Themengebiete wie Garten der Düfte, Australischer Wald oder Japanischer Garten sind noch erkennbar, aber viele Pflanzen haben mittlerweile die Abgrenzungen durchbrochen und sind – wie beispielsweise die Agaven – im ganzen Garten zu finden. Eventuell ist der Eindruck der Verwilderung später im Jahr nicht mehr ganz so ersichtlich, da der Winter seine Spuren hinterlassen hat und diese erst beseitigt werden mussten.

Wie ihr jedoch auf den Bildern erkennen könnt, blühte einiges im Garten und Bäume und Büsche waren saftig grün. Wir sahen Schildkröten beim Brunnen des Drachen, entdeckten Bienchen, die fleißig Nektar sammelten, und erfreuten uns an Blüten, die nicht nur schön aussahen, sondern auch gut rochen.

Fakten über die Villa Hanbury

Auf einer Fläche von ca. 18 Hektar erstreckt sich das Gebiet des botanischen Gartens auf der Landzunge des Kap Mortola, das Thomas Hanbury 1867 erwarb. Er war zuvor durch den Handel von Gewürzen, Tee und Seide in China zu einem großen Vermögen gekommen. Architektonisch wurde der Garten vor allem von Ludwig Winter, einem deutschen Gärtner, beeinflusst. Zu baulichen Änderungen kam es zudem 1925 und 1939 durch die Schwiegertochter des Gründers, Dorothy Symons-Jeune.

1960 ging der Besitz, der im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden war, schließlich an den italienischen Staat, der den Garten aufgrund der großen internationalen Nachfrage 1987 der Universität Genua anvertraute, die das Grundstück seitdem betreut.

Öffnungszeiten und Kosten in der Villa Hanbury

Die Anlage der Villa Hanbury ist ab 9.30 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass variiert je nach Jahreszeit:

  • März bis Mitte Juni – 17 Uhr
  • Mitte Juni bis September – 18 Uhr
  • Oktober bis Februar – 16 Uhr (Montags geschlossen)

Der reguläre Eintritt beträgt 9€. Einen Studentenrabatt gibt es leider nicht, nur für Studierende der Universität Genua ist der Eintritt frei.

Für einen Aufpreis werden Führungen angeboten. Laut Website gibt es auch einen kostenlosen Audioguide. Wir erhielten jedoch den Hinweis uns einen Flyer im Buchladen zu holen, der nur wenige Meter unter dem Eingang liegt. Der Flyer war auf Deutsch, kostenlos zu haben und enthielt neben einer Karte der Anlage auch interessante Informationen zu den Gebäuden, Themenbereichen und natürlich den Pflanzen und ihren Blütenzeiten.

Fazit zur Villa Hanbury und Essenstipp in Ventimiglia

Ich hatte eigentlich versucht ein Ranking meiner bisher besuchten botanischen Gärten rund um Sanremo anzulegen, allerdings hat jeder der genannten Gärten seinen eigenen Charme und so tu ich mich etwas schwer.

Die Villa Hanbury würde ich definitiv Personen empfehlen, die es verwilderter und ursprünglicher mögen, sich für Kakteen und Agaven begeistern können, Baumarten aus der ganzen Welt an einem Fleck sehen möchten und mindestens zwei Stunden Zeit haben. Die vorgeschlagene Aufenthaltsdauer von 1 – 1,5h ist meiner Meinung nach zu wenig, dafür ist der Garten zu verwinkelt und groß.

Wer im Anschluss an den Besuch der Villa Hanbury noch etwas zu Essen möchte, sollte zurück ins Zentrum von Ventimiglia fahren und es sich im Ristorante La Musa gut gehen lassen. Ich hatte dort Thunfisch-Tatar und Nudeln mit Pistazien-Pesto und Lachs. Danach gab es noch ein Zitronensorbet, das leider zu schnell weg war, als das ich es hätte fotografieren können.

Das komplette Menü im La Musa war lecker und hatte ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Alternativ kann man auch direkt im Garten unten am Meer picknicken, dafür war es aber bei unserem Besuch etwas zu windig und kalt.

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Mit diesem Beitrag enden meine Berichte über unseren Italien-Urlaub in diesem Jahr. Die Arbeit hat mich bereits eine Woche zurück und hält mich gut auf Trab. Da demnächst jedoch ein Wochenendtrip nach Bremerhaven ansteht, vermute ich, dass ihr euch sehr bald auf einen Bericht über die Nordsee freuen dürft. Was mich dort erwartet, weiß ich selbst noch nicht so genau, da ich noch nie so hoch im Norden Deutschlands war.

Bis bald und zimtige Grüße
Anna

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2 Gedanken zu „Ausflug ins Grüne – Villa Hanbury

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